Ein kürzlich erschienener Übersichtsartikel in Trends in Biotechnology bietet eine umfassende Analyse des aktuellen Stands der synthetischen Methanotrophie. Die Arbeit wurde von zwei catalaix-Forschungsgruppen durchgeführt der Arbeitsgruppe Synthetische Mikrobiologie am iAMB sowie dem Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik (BioAVT) der RWTH Aachen University in Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Auburn University (USA).
Die Publikation zeigt auf, wie Methan als reichlich verfügbarer C1-Rohstoff für biotechnologische Anwendungen genutzt werden kann und warum die synthetische Methanotrophie zunehmend als vielversprechende Strategie für eine effiziente CH₄-Biokonversion angesehen wird. Der Artikel fasst zentrale Fortschritte im metabolischen Engineering synthetischer Methanotrophen zusammen, beleuchtet aktuelle Entwicklungen in der Gasfermentation und gibt einen vergleichenden Überblick über die wichtigsten methanoxidierenden Enzymsysteme. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der löslichen Methan-Monooxygenase und deren heterologer Produktion.
Darüber hinaus veranschaulicht der Artikel, wie modulare C1-Stoffwechselwege die Enzymoptimierung beschleunigen und eine belastbare Grundlage für skalierbare, methanbasierte Bioprozesse schaffen. Zudem wird das Potenzial von Methan als Ausgangsstoff für die Herstellung von Grund- und Feinchemikalien sowie biobasierter Polymere wie PHB aufgezeigt.
Diese Studie wurde vom BMFTR, dem DFG-Schwerpunktprogramm SPP2240 eBiotech sowie der Werner Siemens Stiftung über catalaix gefördert.
Den Link zur Publikation findet ihr hier: